Umsatz- oder Ertragsdenken?

1. Mai 2017

In verschiedenen Fachzeitschriften und weiteren Publikationen werden die Umsatzentwicklungen der jeweiligen Branche veröffentlicht. „Rankings“ und „Bestwerte“ aus überbetrieblichen Vergleichsdaten für Handelsunternehmen geben eine Orientierung zu den eigenen Werten.

Hierbei wird jedoch nicht unterschieden, ob es sich um einen „qualifizierten“ Umsatzzuwachs oder um ein Umsatzplus unter Einsatz von Aktionen, Preisnachlässen / Rabatten und Erlösschmälerungen handelt. Maßgeblich für die Rentabilitätslage eines Unternehmens ist jedoch nicht der erzielte Umsatz, sondern letztlich der Betriebsertrag, der nach Abzug aller Betriebskosten den Eigentümern einen ausreichenden Gewinn ermöglicht.

Ein Umsatzvergleich zu ähnlich strukturieren Unternehmen ist als Orientierung sicherlich sinnvoll; wir empfehlen jedoch jedem Händler, sein Hauptaugenmerk auf die Ertragsentwicklung zu richten.

Dabei haben wir festgestellt, dass häufig in der Warenwirtschaft erhebliche Ertragsreserven schlummern, die sich aus punktuellen Kalkulationsanhebungen, Steuerung von Preisnachlässen und Bestandsanpassungen ergeben.

Wir empfehlen, neben einem Umsatzvergleich auch die übrigen warenwirtschaftlichen Komponenten einem externen Vergleich zu unterziehen, um auch hier eine Bewertung der eigenen Daten herbeizuführen.

Für weitere Informationen steht wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Vorheriger Beitrag: